J.D. Power Report 2026: Studien richtig lesen

Aktualisiert am 25. Juli 2026.

„Der J.D. Power Report“ ist keine einzelne weltweite Rangliste. J.D. Power veröffentlicht verschiedene Studien nach Land, Markt, Fahrzeugjahr und Fragestellung. Ein deutsches Ranking von 2013 lässt sich weder auf Österreich noch auf aktuelle Fahrzeuge übertragen.

J.D. Power Awards

Die wichtigsten Studien unterscheiden

  • Initial Quality Study (IQS): Probleme in den ersten 90 Tagen bei Neuwagen.
  • Vehicle Dependability Study (VDS): Probleme bei Fahrzeugen nach mehreren Jahren Besitz.
  • APEAL: emotionale Bindung und Nutzungserlebnis.
  • Customer Service Index: Erfahrungen mit Händler- und Werkstattservice.

Die Ergebnisse können als „Probleme pro 100 Fahrzeuge“ (PP100) dargestellt werden; niedriger ist dann besser. Die Definitionen und Fragebögen ändern sich im Lauf der Zeit. Jahreswerte dürfen deshalb nur innerhalb der angegebenen Methodik verglichen werden.

Was die US-VDS 2026 aussagt

Die US Vehicle Dependability Study 2026 befragte 33.268 ursprüngliche Halter von Fahrzeugen des Modelljahrs 2023 nach drei Jahren Besitz. Der Branchendurchschnitt lag bei 204 Problemen pro 100 Fahrzeuge. Infotainment und Smartphone-Integration gehörten zu den häufigsten Problemfeldern. Lexus führte die Gesamtwertung an, Buick die Volumenmarken.

Das ist eine US-Studie zu US-Modellen und US-Kundenerfahrungen. Motoren, Software, Händlernetz und Ausstattung können sich vom österreichischen Markt unterscheiden.

So liest man Rankings richtig

  1. Studienjahr, Markt und untersuchtes Modelljahr prüfen.
  2. Stichprobe und Mindestfallzahlen beachten.
  3. Problemdefinition und Messgröße lesen.
  4. Markenrang nicht automatisch auf jedes Modell übertragen.
  5. Rückrufdaten, Pannenstatistik und unabhängige Tests ergänzen.

Die frühere Übersichtsseite autos.jdpower.com und der historische Auto-Bild-Bericht von 2013 bleiben als Zeitdokumente erhalten, dürfen aber nicht als aktuelle Kaufempfehlung gelesen werden.

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